Die Festung Sv. Nikola Šibenik

Im 16. Jahrhundert vom venezianischen Ingenieur Sammichelle erbaut, diente sie zur Verteidigung der Stadt von der Seeseite aus und ist von allen Seiten mit Wasser umgeben. Nur ein kleiner Damm führt hinüber zum Bauwerk, welches in seiner Größe und Bulligkeit beeindruckt.
Von hier aus war die Einfahrt durch den Kanal ( unten im Bild) hin zur Stadt gut zu kontrollieren und zu verteidigen. Gegenüber auf der Landspitze ist der Leuchturm „Jadrija“ zu sehen, der westlich der Festung liegt und die andere Seite der Kanaleinfahrt begrenzt.
Sieht man etwas genauer hin, so finden sich auch innerhalb der Festungsanlage wieder kleine persönliche Zeitzeugen, wie unten im Bild die Verewigung eines Soldaten von 1914. So zumindest meine Interpretation der Inschrift und Aussage eines alten kroatischen Veterans, mit dem ich dort ein interessantes Gespräch hatte.
Hier nun der Blick von der Seeseite von der Insel Zlarin kommend und auf den Kanal zusteuernd, der sich hinter dem Bollwerk der Verteidigung weiter in Richtung Nordosten zur Stadt hin zieht. Im Hintergrund ist schon ein Teil der Stadt zu sehen und die Festung Sv. Ivan.
Das wahre Ausmaß von Sv. Nikola offenbart sich erst im Inneren, hat man die Mauern erklommen. Bei der schieren Größe der Anlage bewundert man die Leistung der Erbauer und die Neugier treibt an, weiter im Bauwerk auf Erkundungstour zu gehen.
Der Rundumblick durch die Schießscharten auf die Adria und die vorgelagerten Inseln verdeutlicht die einst wichtige strategische Lage des Bauwerks durch die Jahrhunderte für die Stadt und die Region um Šibenik.
Schließlich ein rostiges eisernes Tor mit einem Treppenabgang entdeckt, beginnt der gruselige Teil des Erkundens der Wehranlage. Schaurig geht es abwärts im Dunkeln bei feucht und fauligem Geruch.
Auch im Untergeschoß der Festung erstaunt die immense Fläche der verschiedenen Räumlichkeiten, seien es Zellen für Gefangene, große Lager oder weitere Verteidigungbauten wie Schießscharten knapp über dem Niveau des Meeresspiegels.
Alte Wappen zeugen von den alten Herren der Region und der kriegerischen Vergangenheit, langsam dahin modernd. Der Zahn der Zeit nagt an Sv. Nikola. Derzeit wird die Festung restauriert, um den Zustand zu erhalten und sie steht auf der Vorschlagsliste für das UNESCO Weltkulturerbe.

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